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Vakuumfilter VLX

Energiesparend zu Höchstleistungen

 

KNOLL installiert große zentrale Filteranlage bei der ZF Friedrichshafen AG


Seine bislang größte Filteranlage hat KNOLL Maschinenbau bei der ZF Friedrichshafen AG in Betrieb genommen. Daran sind rund 50 Maschinen angeschlossen, die 14 000 Liter Emulsion pro Minute zur Reinigung schicken. Die eingesetzten vier VLX-Filter sorgen nicht nur für eine Filterfeinheit von 30 µm ? durch ihre frequenzgeregelten Pumpen und Motoren sparen sie außerdem eine ganze Menge Energie.


Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit führender Zulieferkonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik, der aus dem unternehmerischen Erbe des Luftschifffahrtpioniers Graf Zeppelins entstanden ist. Für Pkw, Nutzfahrzeuge und Arbeitsmaschinen entwickelt und fertigt das Unternehmen ? mit Stammsitz in Friedrichshafen ? Getriebe, Lenkungen, Achsen und Fahrwerkkomponenten sowie komplette Systeme. Auch für Sonder- und Schienenfahrzeuge, Schiffe sowie Hubschrauber ist ZF ein bedeutender Antriebsspezialist.
ZF-Produkte unterliegen hohen Anforderungen: Sie sollen für weniger Kraftstoffverbrauch, mehr Ressourcenschonung, zugleich aber höhere Fahrdynamik und mehr Sicherheitsreserven für Autofahrer und Insassen sorgen. Das macht sie sensibel für sparsamen Umgang mit Energie und verpflichtet die Verantwortlichen unter anderem zu fortschrittlicher Fertigungstechnik.
Beides spielte bei der Umgestaltung einer bestehenden Fertigungshalle eine Rolle. Da die Kapazität vergrößert werden musste, entschlossen sich die ZF-Planer dazu, die 270 Meter lange Halle noch mal um 90 Meter zu erweitern. In diesem Zug sollten auch die Zentralanlagen für die Reinigung der Kühlschmierstoffe (Öl und Emulsion) erneuert werden, so dass sie auf modernstem Stand sind. Dipl.-Ing. Tanja Hartmann, Planung Technische Gebäudeausrüstung, war die zuständige Projektleiterin. Sie erklärt: ?In dieser Halle werden Räder und Wellen produziert, und zwar von der weichen Vorbearbeitung, übers Härten bis zur Hartbearbeitung, wo die Bauteile ihren letzten Schliff bekommen, um geforderte Passgenauigkeit und Oberflächengüte zu erreichen. Dafür haben wir 25 Fertigungslinien im Einsatz, die jeweils aus drei bis sechs Maschinen bestehen.?


Innovatives Equipment für eine innovative Fertigung
Die Ausschreibung sah dementsprechend neben einer Ölanlage mit 12 000 l/min eine Emulsionsanlage mit 14 000 l/min Durchsatzleistung vor, die kontinuierlich zur Verfügung stehen muss. Bei der Emulsionsanlage für rund 50 Maschinen ging die Planung von 1350 kg/h Spänefracht aus. Als nominale Filterfeinheit waren 30 µm gefordert. Der Restschmutzgehalt sollte kleiner 100 mg sein. Tanja Hartmann berichtet: ?Mit diesen Daten sind wir auf verschiedene Hersteller zugegangen und haben deren Angebote verglichen. Für die Emulsionsanlage hat KNOLL Maschinenbau aus Bad Saulgau den Zuschlag bekommen.?
Das KNOLL-Konzept sah vier VLX-Filter vor mit einer Kapazität von jeweils 5000 l/min, wodurch ein Filter redundant ist und dem System besonders hohe Sicherheit verleiht. Der VLX 5000 ist der neue Vakuumfilter der Firma KNOLL, der sich in erster Linie durch seine frequenzgeregelten Motoren auszeichnet. Je nach Volumenstrom und Schmutzfracht regeln Vakuumpumpe und Filterpumpe ihre Leistung, so dass im Filterbecken ein gleichmäßiger Füllstand eingehalten wird. Diese bedarfsgesteuerte Regelung führt im Mittel zu einer geringeren spezifischen Filterbelastung, einer beruhigten Strömung und einer höheren Druckdifferenz am Filterband. Das Resultat ist ein dickerer Filterkuchen und eine bessere Filterqualität.
Die Frequenzregelung sorgt außerdem für einen reduzierten Stromverbrauch, was dem VLX den Beinamen ?Energiesparfilter? eingebracht hat. Der Einsatz geregelter Motoren war auch für ZF von großer Bedeutung. Wie wichtig den Verantwortlichen die energiesparende Ausführung der Filteranlage ist, zeigt die Anforderung, auch die Versorgungspumpe frequenzgeregelt auszuführen, motorseitig sogar in EFF1-Ausführung, also mit erhöhtem Wirkungsgrad.
Neben der Energieeffizienz hat der VLX 5000 zahlreiche Details zu bieten, die ihn von anderen Unterdruckbandfiltern unterscheidet. So verfügt er zum Beispiel über eine besonders leistungsfähige Bandabdichtung, -rückspülung und -trocknung. Darüber hinaus sorgt der konstruktive Aufbau dafür, dass der mechanische Einfluss auf das Filterband gering gehalten wird.
Die ZF-Verantwortlichen um Projektleiterin Hartmann überzeugten sich bei KNOLL vor Ort von der Leistungsfähigkeit des VLX 5000: ?Die Leistungsdaten der von KNOLL angebotenen Anlage entsprachen perfekt unseren Vorgaben. Doch wir wollten vor der Entscheidung diesen Filter gerne live erleben. Das hat sich gelohnt. Der Vakuumfilter hat einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht. Das Prinzip mit dem Schrägbandfilter war genau das, was wir uns vorgestellt hatten. Dazu die saubere, gekapselte Ausführung und Frequenzregelung mit all ihren positiven Effekten ? das war überzeugend. Zusammen mit den guten Erfahrungen, die wir schon lange Zeit mit den KNOLL-Spänezerkleinerern und -förderern an verschiedenen Werkzeugmaschinen gemacht hatten, konnten wir uns mit gutem Gefühl für KNOLL entscheiden.?


Beeindruckende Dimension
Das gesamte Projekt ging weit über die Lieferung der vier VLX-Filtereinheiten hinaus. Für alles, was zwischen Rücklauf- und Vorlaufsammler angesiedelt ist, war KNOLL verantwortlich. Das heißt, ZF stellte einen Raum zur Verfügung, 20 m lang über zwei Stockwerke. In diesen passte KNOLL die betriebsbereite Anlage ein ? inklusive Stahlbau mit Schwerlastgitterrosten und einem Abgang ins ?Kellergeschoß?, wo ein 160 000 Liter fassender Reintank installiert werden musste. Auch Spänevorabscheider, die Verrohrung zu den vier Filtereinheiten, Steuerung, die zugehörigen Schaltschränke sowie der Systemschaltschrank fielen komplett in den Zuständigkeitsbereich von KNOLL. Pro Filtereinheit wurde außerdem ein zusätzlicher Polizeifilter installiert, der den Reintank im Falle eines Spänedurchbruchs oder Filterbandrisses sauber hält. Für die Strecke von den Maschinen bis zum Rücklaufsammler sowie für die Verrohrung vom Vorlaufsammler bis an die Maschinen war ZF zuständig. Auch für gleichbleibende Temperatur des KSS sorgt ZF mit einem selbst entwickelten und gebauten System auf Basis eines Wärmetauschers.


Zuverlässig im Zeitplan
Die Zeitspanne von der Bestellung bis zur Inbetriebnahme war kurz. Nach Auftragseingang Ende Februar wurde sofort mit Planung und Engineering begonnen, so dass die Montage Ende Mai mit dem Stahlbau und dem großen Tank starten konnte, der vor Ort geschweißt werden musste. Es folgten die Querträger, auf denen die Filtereinheiten angeordnet sind. Erst dann begann die Installation des Innenlebens. Letztendliche Inbetriebnahme war Mitte August. Tanja Hartmann ist mit dem Projektergebnis sehr zufrieden: ?Die Zusammenarbeit mit der Firma Knoll hat super funktioniert. Die Liefertermine wurden vorbildlich eingehalten, und die Ausführung ist so, wie wir uns das vorgestellt hatten.? Ein großes Lob gibt Alexander Dreher, Projektleiter auf KNOLL-Seite, zurück: ?Die Zusammenarbeit war wirklich gut. Die ZF-Fachleute haben uns in allen Fragen schnell weitergeholfen und bestens unterstützt.?


Die ZF Friedrichshafen AG ...
... ist ein weltweit führender Automobilzulieferkonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik an 119 Standorten in 25 Ländern. ZF beschäftigt rund 60 000 Mitarbeiter, davon etwa 23 000 im Ausland. Im Jahr 2007 erzielte ZF einen Umsatz von 12 649 Mio. Euro. Auf der Weltrangliste der Automobilzulieferer ist ZF unter den 15 größten Unternehmen.

 

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In der von KNOLL bei ZF installierten Filteranlage wird das Späne/Emulsions-Gemisch der Prozesse Drehen, Fräsen und Schleifen separiert und aufbereitet. 


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Nach jeder der vier VLX Filtereinheiten ist ein zusätzlicher Polizeifilter installiert, der den Reintank im Falle eines Spänedurchbruchs oder Filterbandrisses sauber hält.


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Reinwasserpumpen für den verbrauchsabhängigen Betrieb

 
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Der in der Grube platzierte Reintank fasst insgesamt 160 cbm Inhalt.


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Die Projektleiter sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden ? rechts Tanja Hartmann von ZF, links Alexander Dreher von KNOLL.